Fortbildung in eigener Sache an zwei Freitagnachmittagen zugunsten der Kinder
Kindern mit Migrationshintergrund beim Deutsch lernen helfen, sprechen üben, unsere Kultur näher bringen – das sind Aufgaben
von uns Bildungspaten. Dafür braucht es Einfühlungsvermögen, Verständnis für die Kinder und Geduld. Jedoch genügt das?
Wir fragten uns: Wie gehen wir mit Problemen unserer Kinder und Jugendlichen um, wie mit anderen Kulturen und Religionen.
Wie bekommt man Zugang zu stillen und traumatisierten Kindern, wie kann man mit Analphabetismus umgehen?
Zur Beantwortung dieser Fragen holten wir uns Unterstützung. Unser Bildungspate Hans Meurer nahm dazu Kontakt zu
Frau Prof. Dr. Michaela Köttig (Kommunikation, Gesprächsführung und Konfliktbewältigung) auf.
Daraufhin trafen wir uns an drei Terminen nach dem Unterricht für jeweils zwei Stunden mit der Referentin Frau Connie Castein.
Wir besprachen unter anderem die Themen:
_ Welche Werte leben wir mit den Kindern
_ Methoden zum Umgang mit Kindern mit Fluchterfahrung
_ Was ist ein Trauma – Schutz und Risikofaktoren bei Kindern und Jugendlichen
_ Wie gehen wir mit Kindern um, die noch nie in einer Schule waren
_ welche Handlungsoptionen gibt es.
Unser Fazit
Wir erfuhren einiges über die Auswirkung von Fluchterfahrung, Traumata und zu Hintergründen kultureller, familiärer Konstellationen.
Der Schwerpunkt lag auf der psychologischen Ebene. Durch den Umfang der Themenbereiche gab es weniger direkte Hinweise
zu konkreten Umgangsweisen.
Es wurde jedoch deutlich, wie wichtig unser Engagement ist, und wie viel wir dabei richtig machen.
Durch die 1:1 Betreuung bringen wir den Kindern nicht nur die deutsche Sprache näher.
Wir bieten den Kindern in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit, außerhalb von Eltern und schulischem Unterricht, wahrgenommen
zu werden.
Unsere Aufgabe ist es, sie beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen. Je nach ihren Sprachkenntnissen geschieht das durch mimisches Erklären von Worten, dem Vermitteln der Grammatik
oder auch durch einfache Gespräche.
In unserem Umgang mit ihnen erfahren sie Aufmerksamkeit, Toleranz, Akzeptanz – und letztlich können wir ihnen so unsere Kultur und
unsere Werte vermitteln.
Alles zusammen bedeutet schließlich Integration.